Ausstellung Februar 2017

 

 

Wir präsentieren Ihnen die Ausstellung "Kalter Süden" von Bärbel Braun

 

Kennen Sie das: Sie sehen etwas Wunderbares und dann denken Sie an eine Person, die sicherlich davon berührt wäre? Sie erzählen es ihr, vielleicht auch nur in Gedanken - und es ist sooo schwer, richtig zu beschreiben, die Begeisterung zu übertragen ... So kam ich zu meinem etwas lästigen digitalen Begleiter. Im Westentaschenformat war er mir ja nicht gut genug. Dennoch ist er auf jeder Reise dabei – neuerdings in Rot.


Krieg! - „Um ein paar eisige Felsen“ kommentierte Ronald Reagan, als 1982 die Falklandinseln und Südgeorgien in die Schlagzeilen gerieten. Nie hätte ich gedacht, dass gerade diese Inseln einmal auf meinem Reiseplan stehen würden. Gelbe Ginsterfelder, weiße Sandstrände, klares türkis schimmerndes Wasser, Seeelefanten, Pinguinkolonien und sehr kalt. Heute sind das meine Assoziationen dazu. Die Inselgruppen vor dem südlichsten Zipfel Argentiniens waren das Tor in eine Welt, in der ich mich unheilbar mit dem Polarvirus infiziert habe – ohne überhaupt nur polares Festland zu berühren. Denn, wie unser russischer Kapitän zu sagen pflegte: „Es ist gut, aktuelle Eis- und Wetterkarten zu haben, doch was wirklich Sache ist, lässt sich nur vor Ort und mit dem Echolot herausfinden.“ So mussten wir wenige Seemeilen vor der antarktischen Halbinsel umkehren.

 

Doch auch, wenn die Eisdecke überraschend dick war, zu dick für unsere ‚Ocean Nova‘, ist diese Region gefährdeter denn je. Tauchen Sie ein in den kalten Süden. Ich hoffe, dass er Sie berührt und Sie ihn im Hinterkopf behalten als eine bezaubernde Region, deren Schutz* nicht nur wünschenswert, sondern auch notwendig ist.


* Informationen übers verantwortungsvolle Reisen in die Antarktis unter www.iaato.org
Informationen über Projekte zur Wiederherstellung des antarktischen Ökosystems, z.B.
unter www.sght.org und www.islandconservation.org